Die Bayerische Versorgungskammer ist mit einem Anteil von 34 Prozent Frauen in Führungspositionen bereits besser aufgestellt als die meisten deutschen Unternehmen. Doch sie wollen mehr – mehr Frauen in Führung. Und vor allem mehr Frauen in den oberen Führungsetagen. Deshalb hat die BVK als 18. Unternehmen nun das Memorandum für Frauen in Führung unterzeichnet. Alle fünf Vorstände bekannten sich am 9.2.2017 mit ihrer Unterschrift zum Ziel Mixed Leadership.

 

„Frauen sind oft die fleißigen Lieschen, erledigen zuverlässig ihre Arbeit und hoffen, dass dies irgendwann von ihrer Führungskraft erkannt wird“, erläuterte Memorandums-Initiatorin Dr. Nadja Tschirner im Zuge der Unterzeichnungsveranstaltung. Sie demonstrierte anhand einiger Beispiele stereotypen Denkens an welchen Hürden Frauen auf dem Weg nach oben häufig scheitern. Dass diese Hürden bei der BVK abgebaut werden, dafür sprach sich Daniel Just, Vorstandsvorsitzender der BVK, explizit aus und betonte den betriebswirtschaftlichen Nutzen von Diversity in Führungsetagen: „Es werden mehrere Perspektiven berücksichtigt, welche die Qualität der Entscheidungen und damit den Erfolg steigern. Es treten vielfältigere Ideen, Meinungen und Sichtweisen zutage und das brauchen wir noch mehr in der BVK. Damit gestalten wir nachhaltig unsere Zukunft“!

 

Die Bayerische Versorgungskammer hat das Memorandum für Frauen in Führung unterzeichnet (v. l.): Ulrich Böger (stv. Vorsitzender), Daniel Just (Vorsitzender), Dr. Nadja Tschirner (Initiatorin des Memorandums und Geschäftsführerin von Cross Consult), Reinhard Graf (Vorstandsmitglied), Eda Streng (Leiterin Personalmanagement), André Heimrich (Vorstandsmitglied), Susanne Obermaier (Gleichstellungsbeauftragte), Reinhard Dehlinger (Vorstandsmitglied)
Die Bayerische Versorgungskammer hat das Memorandum für Frauen in Führung unterzeichnet (v. l.): Ulrich Böger (stv. Vorsitzender), Daniel Just (Vorsitzender), Dr. Nadja Tschirner (Initiatorin des Memorandums und Geschäftsführerin von Cross Consult), Reinhard Graf (Vorstandsmitglied), Eda Streng (Leiterin Personalmanagement), André Heimrich (Vorstandsmitglied), Susanne Obermaier (Gleichstellungsbeauftragte), Reinhard Dehlinger (Vorstandsmitglied)

 

Neben der Unterstützung weiblicher Karrieren mit realistischen Zielvorgaben, Personalentwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, die auch zum internen Aufstieg ermutigen sollen, geht es der BVK u. a. auch um die Schärfung des Profils als attraktiver Arbeitgeber, dem unternehmensübergreifenden Austausch und der Etablierung von Arbeitszeitmodellen, die auch die Anforderungen in Führungspositionen berücksichtigen. Gleichstellungsbeauftragte Susanne Obermaier arbeitet seit 20 Jahren für die BVK am Thema Diversity und weiß, an welchen Stellen noch gearbeitet werden kann: „Wir haben in der BVK einen Anteil von Frauen in FP von 34 %. Das ist schon mal ganz gut, aber ausgewogen ist das noch nicht. Insbesondere wenn man sieht, dass sich dieser Anteil vor allem durch die unterste Führungsebene, den Sachgebietsleitungen, speist.“

 

Zur Bayerischen Versorgungskammer: Als größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands ist die Bayerische Versorgungskammer ein Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für berufsständische und kommunale Altersversorgung. Sie führt die Geschäfte von zwölf rechtlich selbständigen berufsständischen und kommunalen Altersversorgungseinrichtungen mit insgesamt über. 2,1 Mio. Versicherten und Versorgungsempfängern, ca. 4,4 Mrd. € jährlichen Beitrags- und Umlageeinnahmen und ca. 3,1 Mrd. € jährlichen Rentenzahlungen. Sie managt für alle Einrichtungen zusammen ein Kapitalanlagevolumen von derzeit ca. 69 Mrd. € (Buchwert). Die Bayerische Versorgungskammer beschäftigt 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist seit 2010 Unterzeichner der Charta der Vielfalt, seit 2011 Unterzeichner der UN-Prinzipien für verantwortungsvolles Investment (PRI) und seit Februar 2017 Unterzeichner des Memorandums für Frauen in Führung.

 

Die Pressemitteilung der Bayerischen Versorgungskammer: http://portal.versorgungskammer.de/portal/page/portal/bvkpresse/170209_unterzeichnungmff.pdf

   Autorin: Julia Schmid