Bis gestern, 12.11.2017, konnten unsere 10 Mutmacherinnen Likes auf Facebook sammeln und so ihre Gewinnchance auf eine Mentorin erhöhen. Nun steht eine Siegerin fest: Veronika Köpf hat mit 141 Likes für ihre Beitrag auf unserer Facebook-Seite (und insgesamt 202 Likes auf geteilte Beiträge) den Wettbewerb für sich entschieden. Wir gratulieren ihr ganz herzlich und haben die Recherche nach einer passenden Mentorin bereits gestartet.

 

Auch bei allen anderen Teilnehmerinnen bedanken wir uns von ganzem Herzen fürs Mitmachen. Ihr habt mit euren Geschichten insgesamt

• 634 „Likes“, 18 „Loves“ und „3 Wows“ gesammelt
11.408 Personen erreicht (!!!)
• eure Beiträge wurden insgesamt 76 Mal geteilt
• und haben 46 ermutigende Kommentare erhalten!

—>>>> HIER GEHT’S ZUM ALBUM MIT ALLEN MUTMACHER.INNEN <<<<—

 

Die Kampagne richtete sich an alle Frauen, die mit ihrer Geschichte Anderen MUT machen wollten, den nächsten Schritt zu gehen, den Sprung ins Ungewisse zu wagen oder neue Wege einzuschlagen. Vom 12. – 31. Oktober konnten sie uns ihren mutigsten Moment im Ausbildungs-, Studenten- oder Berufsleben zusammen mit einem Foto zuschicken. Wir haben diese Geschichten daraufhin auf unserer Facebook-Seite in einem Sammelalbum veröffentlicht. Ab diesem Moment hatten unsere mutmacher.innen bis zum 12. November Zeit, Likes für ihre Beiträge zu sammeln und damit eine Mentorin zu gewinnen.

 

Das ist der Siegerbeitrag von Veronika Köpf:

 

Diese Erfahrungen haben wir mit unserer Kampagne gesammelt
Mit viel Hoffnung und Mut starteten wir unsere mutmacher.in-Kampagne auf der diesjährigen Karrieremesse herCAREER in München. Unser Ziel? Alltagstaugliche Vorbilder finden, die MUT machen. Dadurch sind wir mit vielen verschiedenen Frauen ins Gespräch gekommen. Die Reaktionen und das Feedback auf unsere Idee waren durchweg positiv. Viele zeigten sich begeistert davon, endlich alltagstaugliche Vorbilder zu sehen, die nicht das stereotype Bild von Frauen mit Karriere und Familie verkörpern und vorgeführt zu bekommen, dass es oft kleine Schritte sind, die am Ende den Unterschied machen.

 

Und dennoch war es schwierig, Frauen zum Mitmachen zu bewegen. Die Überwindung, selbst im Mittelpunkt zu stehen und sich öffentlich mit einer mutmachenden Geschichte zu präsentieren, war wohl doch größer als die Begeisterung. Oft kam als Reaktion: „Ich bin doch nicht mutig!“ Bei genauerem Nachfragen konnte dann doch Jede etwas erzählen, das wir durchaus als mutig empfanden, sie selbst aber noch gar nicht so wahrgenommen und für sich kategorisiert hatte.

 

Unternehmensberaterin und Expertin für Frauenförderung, Simone Schönfeld erklärt dieses Phänomen:

„Frauen sind tatsächlich oft mutig. Dies passiert aber oft ohne, dass wir es überhaupt wahrnehmen würden. Alltägliche Sprüche wie „die traut sich was“ zeigen, dass es für Frauen noch außergewöhnlich ist, mutige Entscheidungen zu treffen und über diese in der Öffentlichkeit zu sprechen. Das Bewusstsein für den eigenen Mut ist aber eine wichtige Quelle für mehr Selbstbewusstsein und eine starke Motivation für zukünftige Pläne und Entscheidungen.“

 

Unser Fazit: Viele Frauen brauchen zunächst einen kleinen Anstupser, um sich selbst mit mehr Selbstbewusstsein zu reflektieren. Dieser Erkenntnis folgt der AHA-Effekt und eine Portion positives Selbstwertgefühl.

 

Von denen, die sich zum Mitmachen entschlossen haben, wollten wir wissen, was sie letztendlich dazu bewegt hat:

• Sophia Schmid: „Weil „etwas mutig“ sein auf meiner täglichen to do Liste steht und euer Aufruf eine passende Gelegenheit dafür geboten hat. Unerwartet viele Freunde und Bekannte haben mich auf das Foto und die Story dazu angesprochen. Viele waren überrascht davon und haben mir bestätigt, dass sie das auch mutig finden.“

• Angie Stifter: „Ich stehe einfach zu dem Schritt, dass ich mein Studium aufgegeben habe und möchte damit andere ermutigen, auf ihren Bauch zu hören und ihre Träume zu verwirklichen. Ich hoffe, durch meine Teilnahme weitere mutmacher.innen zum Mitmachen zu bewegen.“

• Melanie Kinzer: „Weil ich im Laufe meines beruflichen Werdegangs gelernt habe, eigene Leistungen zu erkennen und wie notwendig es ist, diese Fähigkeit weiterzugeben. Meiner Erfahrung nach haben gerade viele Frauen Schwierigkeiten damit, sich in den Vordergrund zu stellen und ihre Errungenschaften entsprechend zu vermarkten. Ich würde es jederzeit wieder tun und hoffe, der/dem einen oder anderen damit tatsächlich Mut gemacht zu haben.“

• Veronika Köpf: „Ich hatte einfach Lust auf die Kampange und keinerlei Angst gehabt. Warum auch? Es ist doch was Schönes anderen Mut zu machen! Im Nachhinein finde ich die Kampange als sehr positiv! Auch ich persönlich habe viel positives Feedback erhalten was mich sehr gefreut hat! Schade finde ich, dass nur so wenige daran teilgenommen haben. Was der Grund dafür ist weiß ich nicht.“

• Birgit Heß: Es begann damit, dass ich tatsächlich den Kaffeebecher gerne haben wollte, weil ich so einen noch nicht besaß (nur einen zu großen Thermobecher). Ich finde es immernoch gut, mitgemacht zu haben und war auch überrascht, wie viele meiner FB-Freunde mich unterstützt haben.“

Sarah Tschachtli:Ich habe mich getraut, weil es etwas zu gewinnen gab, dass ich gut gebrauchen hätte können. Ich habe nicht gewonnen (schade), aber schön wenn dadurch mehr Leute auf das Projekt aufmerksam geworden sind.“

 

Wir haben von einer Teilnehmerin auch negatives Feedback erhalten und sind für ihre Verbesserungsvorschläge sehr dankbar. „Die Grundidee finde ich sehr gut, sonst hätte ich nicht teilgenommen. Leider war die Umsetzung mangelhaft. […] Es gibt keinen Call to Action, keinen Aufruf, was überhaupt ihre Intention ist und was zu tun ist – weder für die Teilnehmerinnen noch für die „Fans“. […] Sie verlinken die Teilnehmer nicht. Das ist schade. […] Sie hätten die Präsentation der TN anders umsetzen müssen. […] Alles in allem also eine gute Idee, aber keine sehr durchdachte Umsetzung. “

 

Welches Fazit ziehen wir aus unserer Kampagne?
Wir sind sehr stolz auf unsere Mutmacherinnen und freuen uns, dass ihre Geschichten in die Welt getragen wurden. Die persönlichen Erfolgserlebnisse von 10 Teilnehmerinnen haben über 11.000 Personen erreicht!!! Und bei der ein oder anderen vielleicht auch zum Nachdenken über eigene Leistungen beigetragen! Daran wollen wir festhalten und damit wollen wir weitermachen! Bleibt über unseren Blog und unsere Facebook-Seite als Teil unserer mutigen Community mit dabei und seid gespannt, zu welchem mutigen Schritt wir euch das nächste Mal ermuntern wollen. 😉

 

Autorin: Sarah Brehmer